Hochwertige Güter im Sinne der Geldwäsche

Personen, die gewerblich mit Gütern handeln, müssen die Sorgfaltspflichten des GwG einhalten. Wird jedoch hauptsächlich mit hochwertigen Gütern gehandelt, so besteht zusätzlich die Pflicht, einen Geldwäschebeauftragten zu bestellen. Dies ist bereits in verschiedenen Bundesländern angeordnet worden (mehr).

Hochwertige Güter sind Gegenstände, die sich auf Grund ihrer Beschaffenheit, ihres Verkehrswertes oder ihres bestimmungsgemäßen Gebrauchs von gewöhnlichen Alltagsgegenständen unterscheiden. Daneben sind Güter auch dann hochwertig, wenn sie auf Grund ihres Preises keine Alltagsanschaffung darstellen.

Zu den hochwertigen Gütern gehören beispielsweise:

  • Edelmetalle (Gold, Silber, Platin usw.)
  • Edelsteine
  • Schmuck
  • Uhren
  • Kunstgegenstände
  • Antiquitäten
  • Kraftfahrzeuge
  • Schiffe, Motorboote
  • Luftfahrzeuge (Flugzeuge, Hubschrauber usw.)

Wer mindestens 50% seines Umsatzes mit diesen Gütern erwirtschaftet, und wenn es in der Vergangenheit auch zu Barzahlungen gekommen ist, muss einen Geldwäschebeauftragten bestellen (mehr). Damit trifft die Regelung vor allem Autohändler, Auktionatoren, Juweliere, Kunsthändler und Rohstoffhändler.