Am 01. Januar 2017 tritt das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens in Kraft. Dies führt unter anderem auch zu Veränderungen der Abgabenordnung (AO). Zukünftig sind Steuerberater nach dem neu eingefügten § 87d Abs. 2 AO verpflichtet, sich vor Übermittlung der Daten an die Finanzbehörden Gewissheit über die Person und die Anschrift ihres Mandanten zu verschaffen (Identifizierung) und die entsprechenden Angaben in geeigneter Form festzuhalten. Wenn der Steuerberater den Mandanten bereits bei früherer Gelegenheit identifiziert und die dabei erhobenen Angaben aufgezeichnet hat, entfällt eine Identifizierungspflicht. Dies gilt allerdings nicht, wenn der Steuerberater auf Grund der äußeren Umstände bezweifeln muss, dass die bei der früheren Identifizierung erhobenen Angaben weiterhin zutreffend sind. Die Aufbewahrungsfrist dauert fünf Jahre und beginnt nach Ablauf des Jahres der letzten Datenübermittlung. Beachtet der Steuerberater die Pflichten nach § 87d Abs. 2 AO vorsätzlich oder grob fahrlässig nicht, haftet er, soweit durch die Datenübermittlung eine Steuerverkürzung oder ein zu Unrecht erlangter Steuervorteil des Mandanten eintritt (§ 72a Abs. 2 AO). Daneben gelten nach wie vor die Identifizierungs- und Aufbewahrungspflichten nach dem Geldwäschegesetz (§§ 2 Abs. 1 Nr. 8, 3, 4, 8 GwG).

>> Gesetzgebungsverfahren zum Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens