Am gestrigen Mittwoch haben zwei Fachaussschüsse des EU-Parlaments über die 4. EU-Geldwäscherichtlinie beraten. Darüber haben wir bereits berichtet. Gegenstand der Beratungen waren ettliche Änderungsanträge zum Entwurf der 4. EU-Geldwäscherichtlinie. An dieser Stelle soll auf den Änderungsantrag 111 des Abgeordneten Ivo Belet hingewiesen werden. Danach soll zu dem Erwägungsgrund 6 der EU-Richtlinie ein weiterer Erwägungsgrund 6 a eingeführt werden mit folgendem Inhalt:

„Da unabhängige Untersuchungen gezeigt haben, dass der Fußballsektor für kriminelle Tätigkeiten und Geldwäsche anfällig und anziehend ist, ist es notwendig, diesen Sektor den Anitgeldwäschevorschriften zu unterwerfen.“

In der Vergangenheit wurde immer wieder über Spielmanipulationen oder den Verdacht, dass einzelne Profispieler in Geldwäschegeschäfte verwickelt seien in den Medien berichtet. Es bleibt daher abzuwarten, ob dieser Änderungsvorschlag Eingang in die 4. EU-Geldwäscherichtlinie finden und damit der Kreis der Verpflichteten um Fußballvereine erweitert wird.

Am Mittwoch, dem 22. Januar 2014 berät der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres sowie der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments über Änderungsanträge über den Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Paralemts und des Rates zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung (4. EU-Geldwäscherichtlinie).

Die Änderungsanträge finden Sie hier:

Entwurf eines Berichts über den Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Paralemts und des Rates zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung nebst Änderungsanträge 1 – 93

Änderungsanträge 94 – 413

Änderungsanträge 414 – 547