Wie die Rheinische Post am 20.09.2013 unter Berufung auf eine Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion zur Bilanz bei der Geldwäschebekämpfung berichtet, sind im Zeitraum 2012 über 14.000 Verdachtsmeldungen zu Geldwäscheaktivitäten im Finanzsektor eingegangen. Dies stelle eine Verdopplung dar im Vergleich zum Jahr 2008. Hingegen bleiben die Verdachtsmeldungen im Nichtfinanzsektor auf relativ niedrigem Niveau. Wir vermuten, dass die steigende Zahl der Verdachtsmeldungen im Finanzsektor damit zusammenhängt, dass die zuständigen Behörden zunehmend den Finanzsektor auch im Bereich der Geldwäscheprävention unter die Lupe nehmen. Im Bereich des Nichtfinanzsektors besteht hingegen noch deutliches Verbesserungspotential. Hier ist vielen Verpflichteten nach dem Geldwäschegesetz noch nicht bewusst, dass sie verpflichtet sind, die Vorgaben des Geldwäschegesetztes einzuhalten und damit auch entsprechend bei merkwürdigen Transaktionen Verdachtsmeldungen zu erstatten.

Den Beitrag der Rheinischen Post finden Sie hier >>.

Wie die „Welt am Sonntag“ bereits am 18.08.2013 berichtete, verschärfen die deutschen Behör-den, insbesondere die Finanzaufsicht BaFin, die Kontrollen bei deutschen Großbanken zur Anhal-tung von Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche. Wie das Blatt berichtete, rügt die BaFin, dass konkret bei der Deutschen Bank unzureichende Vorkehrungen zur Vermeidung von Geldwä-sche getroffen worden seien. Grundlage der verschärften Kontrollen durch die BaFin seien Empfeh-lungen der Financial Action Task Force (FATF). Die Empfehlungen der FATF sehen u.a. vor, dass alle Kundendaten, Transaktions- und Kontoaufzeichnungen und sämtliche Korrespondenz aufzube-wahren seien, damit sie den Behörden rasch zur Verfügung gestellt werden können. Auch müssen bei einem neuen Geschäftskunden und bei Privatkunden, bei denen ein Buchungsvorgang 15.000 Euro überschreite, verschärfte Prüfungspflichten durchgeführt werden. Erfolgen diese nicht, drohen Bußgelder.

Es ist davon auszugehen, dass künftig nicht nur Deutsche Finanzinstitute sondern auch andere Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz mit verschärften Kontrollen durch die Aufsichtsbehörden rechnen müssen.

Den Beitrag der Welt am Sonntag finden Sie hier >>.

Wie das Landeskriminalamt Hessen in einer Pressemitteilung vom 13.09.2013 mitteilte, werden die Polizei Hessen und die Zollfahndung künftig im Bereich der Geldwäscheprävention zusammenarbeiten. Dazu wurde eine gemeinsame Ermittlungsgruppe von Polizei und Zoll gegründet. In dieser Ermittlungsgruppe werden Fachkompetenzen bei der Bekämpfung der Geldwäsche und damit einhergehender Deliktsbereiche wie Rauschgiftkriminalität und organisierte Kriminalität zusammengezogen. Von dieser neu geschaffenen Ermittlungsgruppe wird eine deutliche Verbesserung bei der Bekämpfung der Geldwäschekriminalität erwartet. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des LKA Hessen.